AQUILEIA
Seit der Zeit der Römischen Republik wurde im Gebiet von Aquileia Weinbau und Weinhandel betrieben, wie aus antiken Schriften hervorgeht und durch die zahlreichen Funde von Amphoren und Gläsern bewiesen wird. Es war jedoch zur Zeit Kaiser Augustus, als Aquileia zu einem Handelsplatz größter Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung jenseits der Alpen und im Donauraum mit diesem köstlichen Getränk wurde, die hier ihre Vorräte auffüllten (Strabone; V, 1,8).
Der Wein aus dem Küstenland von Aquileia gelangte aber auch an den Römischen Kaiserhof, wo er sich größter Beliebtheit hochgestellter Persönlichkeiten erfreute. Nach den Berichten von Plinius dem Älteren (Nat. Mist., XIV, 80) war es vor allem Livia, die zweite Gemahlin des Kaisers, die den Wein aus Aquileia zu ihrem Lieblingsgetränk erkoren hatte und es im hohen Alter von 86 Jahren als Allheilmittel betrachtete.Der Weinbau wurde auch in den späteren Jahrhunderten weitergeführt.
Aufzeichnungen Herodians (VIII,4,5) aus dem 3. Jh. n. Chr. glauben dürfen, war das Land geschmückt durch Reihen von Rebstöcken, die sich mit Obstbäumen zu eleganten, pflanzlichen Girlanden verbanden und einen Wein ergaben, der damals wie heute in Holzfässern gelagert (Herodian VIII,4,4) und in den lokalen Tavernen verkauft wurde (S.I., 181).
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